Zum Auftakt in die neue Saison mussten sich die EN Baskets Schwelm am Samstagabend bei den TSV Neustadt temps Shooters mit 68:87 geschlagen geben. Die Mannschaft von Headcoach Falk Möller reiste ohne personelle Ausfälle nach Neustadt und hielt insbesondere in der ersten Halbzeit immer wieder dagegen. Eine schwache Ausbeute von der Dreier- und Freiwurflinie sowie die deutliche Unterlegenheit beim Rebound machten es den Baskets jedoch schwer, die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Nach zwei Minuten führte Neustadt knapp mit 5:4, während Schwelm früh Chancen an der Freiwurflinie liegen ließ. Die Gastgeber fanden dagegen schnell ihren Rhythmus aus der Distanz und verwandelten drei ihrer ersten vier Dreier. Die Baskets suchten erfolgreich den Weg zum Korb und zwangen Neustadt immer wieder zu Fouls, von außen wollte der Ball allerdings nicht fallen. Juhwan Harris-Dyson übernahm früh Verantwortung und zog wiederholt Fouls, während Jascal Knörig am offensiven Brett Akzente setzte. Ein 6:0-Lauf der Gastgeber mit zwei Dreiern sorgte schließlich dafür, dass Neustadt das erste Viertel mit 28:20 für sich entschied. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen. Schwelm kämpfte weiterhin mit seiner Wurfquote, konnte den Rückstand aber zwischenzeitlich mit einem 6:3-Lauf verkürzen. Neustadt antwortete seinerseits mit einem 9:2-Run. Knörig musste aufgrund seiner frühen Foulbelastung zunächst auf die Bank, nach seiner Rückkehr stabilisierte sich das Spiel der Baskets wieder etwas. Offensiv waren vor allem Harris-Dyson und Pablo Estelle die konstantesten Optionen. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber dennoch mit 50:38 vorne. Nach der Pause erwischte Neustadt erneut den besseren Start und eröffnete die zweite Hälfte mit einem 6:2-Lauf. Unsaubere Pässe und Ballverluste machten es den Baskets zusätzlich schwer. Die Gäste aus Schwelm gaben sich jedoch nicht auf und zeigten Mitte des dritten Viertels ihre beste Phase. Ein 7:0-Lauf brachte den Rückstand kurzzeitig wieder in den einstelligen Bereich. Neustadt fing sich allerdings und nutzte insbesondere die zahlreichen zweiten Chancen nach Offensivrebounds, um sich erneut abzusetzen. Mit 72:51 ging es schließlich in das Schlussviertel. Dort war die Vorentscheidung früh gefallen. Neun Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand bereits 21 Punkte. Beide Mannschaften erreichten schnell die Teamfoulgrenze, wodurch die Partie zunehmend von Freiwürfen geprägt wurde und keinen wirklichen Spielfluss mehr entwickelte. Harris-Dyson setzte zunächst weitere offensive Akzente, musste die Partie später jedoch mit fünf Fouls vorzeitig beenden. Neustadt verwaltete seinen Vorsprung und brachte den 87:68-Heimsieg schließlich sicher über die Zeit. Ein Blick auf die Statistik zeigt einige der entscheidenden Unterschiede. Während Schwelm aus dem Zweipunktebereich starke 60 Prozent (26/43) traf, fanden lediglich drei von 18 Dreiern (17 Prozent) ihr Ziel. Auch an der Freiwurflinie blieben mit 7/22 (32 Prozent) zahlreiche Punkte liegen. Besonders deutlich fiel das Reboundduell mit 50:28 für Neustadt aus. Die Gastgeber sicherten sich dabei 19 Offensivrebounds und damit immer wieder zusätzliche Wurfmöglichkeiten. Entsprechend deutlich fiel auch das Fazit von Headcoach Falk Möller nach der Partie aus: „Verdiente Niederlage, wir haben ohne jede Physis gespielt, alle Rebounds abgegeben, so wird es schwer, überhaupt ein Spiel zu gewinnen.“ Bester Schwelmer Scorer war Juhwan Harris-Dyson mit 21 Punkten, gefolgt von Pablo Estelle mit 16 Punkten. Marius Stoll überzeugte als Vorbereiter und verteilte starke 14 Assists. Trotz des enttäuschenden Saisonauftakts gilt ein besonderer Dank den mitgereisten Schwelmer Fans, die den Weg nach Neustadt auf sich genommen und die Mannschaft über die gesamte Partie von den Rängen unterstützt haben.