Wer hätte das gedacht. Nach dem letzten Auftritt am vergangenen Sonntag in Vechta kamen knapp 900 Zuschauer in die Schwelm ArENa. Und die staunten nicht schlecht.
Die EN Baskets wirkten wie ausgewechselt, kämpften um jeden Ball, sprühten nur so vor Spielfreude.
Immer wieder gab es durch schnelle Rotationen in der Verteidigung Steals, die zu einfachen Fast-Break-Punkten führten. Das erste Viertel ging somit an die EN Baskets, es stand 28:20.
Im zweiten Viertel kamen die Gäste aus Bernau, aktuell souverän Tabellenzweiter, aber heran und es gab einen offenen Schlagabtausch. Zur Halbzeit schmolz der Vorsprung auf 46:43 zusammen.
Das dritte Viertel ging wieder an unsere Blau-Gelben, die diesen Sieg unbedingt wollten. Weiterhin sprangen sie hinter jedem Ball her und attackierten auf der anderen Seite den Bernauer Korb. 64:56 hiess es nach 30 gespielten Minuten.
Auch zu Beginn des Schlussabschnitts rollte der Baskets-Express weiter. Als es nach drei Patterson-Dreiern in Folge den höchsten Vorsprung mit 77:63 gab, feierten die ersten Fans schon auf der Tribüne. Zu früh? Ja. Denn der Favorit liess sich nicht davon beeindrucken und riss beim Stand von 82:69 mit einem 12:0-Lauf auf 82:81 ganz kurz vor dem Ende die Partie wieder an sich. Die Nerven flatterten bei den EN Baskets, doch sie brachten das so wichtige Spiel mit 84:81 nach Hause.
Head-Coach Falk Möller freute sich nach dem Spiel: "Wir sind sehr froh, dieses Spiel gewonnen zu haben. Die Art und Weise, wie wir es geschafft haben, war die erhofften Reaktion auf die Pleite in Vechta. Jetzt gilt unser Fokus dem Iserlohn-Spiel".
Die EN Baskets haben damit das Tor zu den diesjährigen Play-Offs ganz weit aufgestossen.
Reichstadt 6, Zajic 9, Urspruch, Patterson 26, Stoll 13, Ludwig, Knörig 4, Noba 8, Nyberg 14, Gustrau 4.
Am kommenden Samstag gibt es dann das letzte Heimspiel der Hauptrunde. Zum DERBY kommen die Iserlohn Kangaroos.
Foto: Michael Gustrau