In einem Bereich gemeinsam meisterlich mit Konsequenz, Disziplin und ganz viel Glück!

Allgemein | Omar Rahim | 20. Mai 2021

Die Saison 2020/2021 war für die EN Baskets Schwelm aus sportlicher Sicht ein großer Erfolg. Mit dem Ausscheiden im Halbfinale der Playoffs 20/21 verpassten die Blau-Gelben das sportliche Aufstiegsrecht. Ihre Gegner dort, die Itzehoe Eagles, waren in den beiden Aufeinandertreffen klar die bessere Mannschaft und werden vermutlich in die ProA gehen. Die Spielzeit 2020/2021 war besonders in der Hauptrunde für die EN Baskets eine Zeit, die von Höhen und Tiefen geprägt war. Erst mussten die Akteure mit der Situation klarkommen, dass keine Zuschauer zugelassen wurden und nach den Spielen, wenn die Musik nicht mehr erklang, das Geräusch der Lüftungsanlage in der Halle dominierte. Wer die sonst euphorische Atmosphäre in der Schwelm ArENa kannte, wusste dass sich doch alles anders anfühlte – trostlos, keine Stimmung, anders! Jeder Spieler hatte seine eigene kleine Geschichte, mit der er in der Covid-Saison klarkommen musste. Für Anell Alexis und Montrael Scott sowie Milen Zahariev, waren die Angehörigen auch nur per Video-Calls oder Smartphone erreichbar. Somit beschränkte sich das soziale Umfeld auf eine kleine Gruppe – das Team! Auch wenn es sportlich oder auch manchmal im zwischenmenschlichen Bereich nicht so ganz klappen wollte und durchaus ein paar Probleme entstanden, bekamen die Spieler in allen Bereichen die Kurve. Sie rauften sich zusammen, sprachen sich aus, trainierten härter und wurden zu dem, was sie am Ende ausmachte und tief in die Playoffs vorstoßen ließ – sie wurden eine richtig gute Mannschaft! Der Satz: „Lasst uns erst einmal die Playoffs erreichen, dann werden die Karten neu gemischt.“ Vernahm man bei den EN Baskets häufig. Nur klang diese Aussage immer überzeugend. Spätestens nach dem Sieg gegen die Itzehoe Eagles in der 1.Runde der Postseason wurde deutlich, dass das Ausgesprochene keine Floskel blieb. Auch wenn die EN Baskets Schwelm im Halbfinale ausgeschieden sind, gab es eine Besonderheit, die man erwähnen sollte. Das vorgegebene Hygienekonzept für den Profisport und die damit verbundene Teststrategie wurde in Absprache mit Teamarzt Dr. Dirk Schmale erweitert und verfeinert. Die Spieler hielten sich auch außerhalb des Trainings in einem recht kleinen sozialen Umfeld auf und vermieden möglichst viele Kontakte. In jeder Woche wurden Schnelltests oder PCR-Tests durchgeführt zudem gehörten mehrere Temperatur-Messungen zur täglichen Routine, um eine Covid-Infektion früh zu erkennen. Auch die weiteren Teilnehmer, wie Auf- und Abbau-Helfer, Kampfgericht, Hallensprecher mussten ein bestimmtes Prozedere über sich ergehen lassen. Vor den Auswärtsspielen gegen die BSW Sixers und Stahnsdorf in der regulären Saison fielen zwei Antigen-Tests der EN Baskets „falsch-positiv“ aus. Die anschließenden PCR-Tests waren dann aber negativ. Spätestens ab November häuften sich Covid-Erkrankungen im Profisport und selbst in der ProB gab es die ersten Fälle. Quarantänen folgten und der Spielplan erfuhr eine Änderung. Im März mussten auch 8 Spieler der EN Baskets Schwelm eine behördlich angeordnete Quarantäne über sich ergehen lassen. In dieser Zeit wurden die Spieler mehrfach getestet – alle negativ! Es wurde nun online trainiert, um sich auf die Playoffs vorzubereiten. Auch diese überstanden die Blau-Gelben ohne jegliche Covid-Infektion. Die vorgegebene Strategie ging gänzlich auf! Die Mannschaft selbst, welche sich mit konsequentem Verzicht sozialer Kontakte und durch Disziplin hervortat, blieb in der gesamten Spielzeit ohne eine Infektion. Auch alle anderen Beteiligten in der Halle erkrankten nicht, da sie sich ebenfalls hochgradig diszipliniert verhielten – ein Beispiel wie ein Sportevent in der Coronakrise funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen und eine Menge Glück mitspielt!  







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