Voller Erfolg: 2. inklusives Rollstuhl Basketball-Turnier – EN Baskets Schwelm

Voller Erfolg: 2. inklusives Rollstuhl Basketball-Turnier – EN Baskets Schwelm

Ein „Wahnsinns-Rollstuhlbasketball-Turnier“ zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt!

Die zweite Auflage des inklusiven Rollstuhlbasketball-Turniers, organisiert von den EN Baskets Schwelm und dem Berufsbildungswerk der Ev. Stiftung Volmarstein, war erneut ein voller Erfolg. Sportliche Action und eine Menge Spaß wiesen erneut auf das ernste, aber häufig wenig registrierte Thema „Inklusion in der regionalen Wirtschaft“ hin.

Fußgänger und Menschen, die dauerhaft an den Rollstuhl angewiesen sind, bestritten gemeinsam im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ schweißtreibende und spannende Begegnungen. Die EN Baskets nahmen mit Funktionären und einigen Akteuren des Teams 18/19 von Coach Möller teil und stellten gleich zwei Mannschaften. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Schwelmer ihren vorletzten Rang deutlich verbessern und mischten unter den Könnern gut mit. Eine realistische Chance gegen die erfahrenen Rollstuhlbasketballer im Feld hatten sie allerdings nicht. Der sportliche Erfolg stand aber auch für sie nicht im Vordergrund.

„Warum kann die gesuchte Fachkraft nicht jemand sein, der im Rollstuhl sitzt?“

Um 12:00 Uhr fand die geplante Podiumsdiskussion statt, an der die Geschäftsführerin des Berufsbildungswerks der ESV, Frau Sabine Riddermann, EN Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim, der Inklusionsbeauftragte der SIHK, Christian Münch, und Ralf Stoffels, Gesellschafter und Geschäftsführer der BIW und SIHK-Präsident teilnahmen. Es wurde über Ausbildungsmöglichkeiten im Berufsbildungswerk und über die Chancen, Menschen mit Behinderungen in der regionalen Wirtschaft einzubinden, informiert. Die Debatte führte vor Augen, dass viele Firmen der Region kaum Know-how über die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen haben. Hier steht Christian Münch von der SIHK den Firmen gerne beratend zur Seite und unterstützt Unternehmer sich entsprechendes Wissen zum Thema Inklusion anzueignen sowie konkrete Maßnahmen im Betrieb umsetzen zu können.

Selbstverständlich wurde auch die Problematik der „Berührungsängste“ mit Menschen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen, aufgegriffen. Ein inklusives Sportevent zeigt, wie leicht diese etwaigen Vorbehalte und Ängste überwunden werden können und wie schnell sich Menschen hier auf einer „Wellenlänge“ begegnen.

Entsprechend soll das Turnier auch zukünftig als regelmäßiges Event auf  Missstände in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt hinweisen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist die bewusste und unbewusste Ausgrenzung von bestimmten Gruppen ein dramatischer Fehler. „Warum kann die gesuchte Fachkraft nicht jemand sein, der im Rollstuhl sitzt,“ ist nur einer von vielen Denkanstößen, den die Veranstalter mit dem Turnier initiieren wollten.

Abgerundet wurde das Event durch die Unterstützung der Therapie-Dienste der Ev. Stiftung Volmarstein, die sich um die Schäden am Material, dem Sportgerät Rollstuhl, kümmerten und als Werkstatt fungierten. Die kleinen und etwas größeren Blessuren versorgte das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Schwelm. Für das leibliche Wohl sorgte der VfB Schwelm. Ein großes DANKE SCHÖN an Alle!

Bereits während der Siegerehrung verkündeten die Organisatoren, dass auch in 2019 erneut das Rollstuhlbasketball-Turnier in Schwelm stattfinden soll.

Die EN Baskets Schwelm danken allen Teilnehmern, Unterstützern und Helfern, die das Turnier mitgestaltet haben!

 

 

 

 

 

 

 

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