EN Baskets verlieren gegen Karlsruhe trotz Reboundüberlegenheit!

EN Baskets verlieren gegen Karlsruhe trotz Reboundüberlegenheit!

EN Baskets Schwelm – BG Karlsruhe (35:26) 68 : 73

„Wer die Bretter dominiert, gewinnt das Spiel!“ Diese basketballerische Weisheit herrscht unter Anhängern der Sportart und stellt die Wichtigkeit des Reboundings deutlich dar. Nur trifft sie nicht immer zu!
Die EN Baskets Schwelm begannen gegen die BG Karlsruhe konzentriert und zielstrebig und setzten besonders im 1.Viertel die Gäste mächtig unter Druck. Offensiv wurden die Spielzüge gut durchgespielt und einfache Korbwürfe erarbeitet, die auch ihr Ziel fanden. Chris Johnson war in den ersten Minuten des Spiels nicht zu halten und markierte einen Großteil seiner insgesamt 21 Zähler. Bei der BG lief offensiv nicht viel zusammen, so dass nach 10 Minuten die Heimmannschaft mit einem deutlichen 25:14 in Führung lag.
Auch im 2.Viertel kontrollierten erst die EN Baskets das Geschehen. Shooting-Guard Jody Johnson glänzte dabei nicht mit seiner Treffsicherheit aus dem Feld, sondern mehr mit dem Einsammeln von Rebounds unter dem eigenen, aber auch unter dem Karlsruhe Ring.
Ganze 13 Rebounds fischte Johnson in der 1.Halbzeit weg und dominierte in der statistischen Kategorie das Geschehen. Nur defensiv schlichen sich bei den Schwelmern ab Mitte des 2.Viertels ein paar Flüchtigkeitsfehler, die Karlsruhe konsequent nutzte. Immer wieder stand ein BG-Spieler gänzlich frei an der Baseline und netzte ein. Bei den EN Baskets stimmte für einen Moment die Rotation in der Verteidigung nicht. Trotz der defensiven Problematik gelang es den Hausherren bis zur großen Pause einen 35:26-Vorsprung zu behaupten.
Wesentlich frischer und abgeklärter kamen die BGler in den 3.Abschnitt rein. Es schien so, als hätten die EN Baskets den Auftakt in die 2.Halbzeit ein wenig verschlafen. Nach einem 10:0-Lauf führte Karlsruhe urplötzlich Karlsruhe. EN Baskets-Coach Thorsten Morzuch nahm eine Auszeit und gab den Kurs für die nächsten Minuten an. Als es weiter ging, entwickelte sich eine aus spielerischer Sicht nicht unbedingt glänzende Partie. Sie war aber umso spannender!
Einige Male, bis ins 4.Viertel hinein, wechselte die Führung. Der ehemalige Nationalspieler und Karlsruher „Urgestein“ Rouven Roessler übernahm nun immer mehr und war jetzt kaum noch zu kontrollieren. 6 seiner insgesamt 7 Dreier traf er in der 2.Hälfte und stellte die Baskets-Defense vor unlösbare Probleme. Ab der 33.Minute (53:59 aus der Sicht der EN Baskets) ließen die Karlsruher nichts mehr anbrennen. Die EN Baskets Schwelm kämpften sich hier und da noch einmal heran, fanden aber letztendlich kein Mittel, das Spiel wieder zu bestimmen und in Führung zu gehen. Am Ende gewann die BG Karlsruhe mit 73:68 in fremder Halle. Trotz der deutlichen Reboundüberlegenheit (49 zu 36), gelang es den Schwelmern nicht, die Begegnung für sich zu entscheiden und bewiesen, dass basketballerische Weisheiten nicht immer zutreffen.

Für die EN Baskets spielten:
Jody Johnson 10 Punkte (18 Rebounds), Jens Winterberg dnp, Max Kramer 8, Lange 1, Dücker 5 (8 Rebounds), Padberg, Schröter 22 (12 Rebounds), Erdhütter, Mike Kramer dnp, Chris Johnson 21, Krieger dnp, v. Guionneau 1

Topscorer bei Karlsruhe:
Roessler 28, Brotherson 17, Thomany 10

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