EN Baskets Schwelm – Overtime-Krimi mit Happy End für Bochum!

Allgemein | Omar Rahim | 12. Januar 2020

EN Baskets Schwelm – VfL SparkassenStars Bochum (40:45; 85:85; 98:98) 109:115 Was war das für ein Spiel? Wahnsinn! Das Derby in der ProB Nord zwischen den heimischen EN Baskets Schwelm und den VfL SparkassenStars Bochum hatte wahrhaftig das Prädikat Spitzenspiel verdient. Es trafen sich zwei Teams, die auf Augenhöhe agierten und sich kaum Spielraum gaben. Am Ende gewannen die Gäste und schnappten sich wichtige Meisterschaftspunkte und entführten diese in den Ruhrpott. Zu den Rückkehrern Fiorentino und Scott gesellten sich Zahariev, Khartchenkov und Alexis und begannen die Partie als Starting-Lineup. Den EN Baskets war anzumerken, dass sie nach der überschaubaren Vorstellung gegen Wedel in der Vorwoche unbedingt gegen die SparkassenStars gewinnen wollten. Ihre Bemühungen in der 1.Hälfte der Begegnung waren durchaus zu erkennen, wirkten aber sehr angespannt und verkrampft. Umso unpräzise waren die Pässe und ließen ihre Offense-Aktionen der Schwelmer etwas uneffektiv erscheinen. In der Verteidigung waren die Blau-Gelben sehr engagiert, fingen sich aber schnell einige Fouls. Unglücklicherweise wurden auch Guard Montrael Scott früh 3 Fouls gepfiffen, so dass dieser auf der Auswechselbank Platz nahm. Sein Backup David Ewald führte nun Regie, wurde aber auch schnell mit Fouls belastet als er den überragenden Point-Guard der Bochumer, Conner Washington, verteidigen musste. Mit viel Kampfgeist schlossen die EN Baskets nach einem 5-Punkte-Rückstand zum Ende des 1.Viertels auf einen Zähler auf. Auch in den folgenden 10 Minuten hatten die SparkassenStars die Nase etwas vorn. Dennoch brachten die EN Baskets eine Menge Energie auf das Parkett und ließen die VfL-Basketballer nicht davonziehen. Knapp 2 Minuten waren in diesem Abschnitt zu absolvieren, als bereits das 3. Technische Foul gegen Schwelm gepfiffen wurde. Bochums Washington und der stark aufspielende Powerforward Zach Haney sorgten für einen Run und brachten ihre Mannschaft nach vorne. Die EN Baskets Schwelm zeigten bis hierhin unheimlich viel Kampfgeist. Doch die gewünschte spielerische Qualität war aber noch nicht ganz vorhanden. Das 3.Viertel gestaltete sich denkwürdig. Die EN Baskets kamen bis auf 54:55 heran und mussten zusehen, dass ihr Trainer mit 2 Technischen Fouls der Halle verwiesen wurde. Das war für Falk Möller Premiere in seiner Karriere! Assistant Robin Singh übernahm und coachte weiter. Anschließend nutzten die SparkassenStars die Situation sicher an der Linie aus und brachten wichtige Punkte auf das Scoreboard. Es folgte der letzte Abschnitt der regulären Spielzeit. Erst konnte Bochums Marius Behr auf 63:57 erhöhen. Anschließend sorgten Alexis, Zahariev und Fiorentino für den Ausgleich. Die Halle tobte und flog fast aus allen Nähten, als Krume einen Freiwurf zur Führung erzielte. Wenig später erhöhte Youngster Kudic einen Dreier.  Die EN Baskets erhöhten auf 67:63. So langsam erlangten die Gastgeber wesentlich mehr Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld. Die EN Baskets Schwelm hatten die Chance von der Freiwurflinie aus das Spiel zu gewinnen, verwarfen aber zu häufig. Bochums Washington, der überragende Mann auf dem Platz, hatte aber etwas dagegen und sorgte mit guten Abschlüssen und der nötigen Spielkontrolle, dass seine Farben wieder aufschließen konnten. Beim Stand von 85:85 ging es dann in die Verlängerung. In der Overtime hatten die EN Baskets Schwelm einen 94:89-Vorsprung erkämpft. Erneut waren Washington und Haney da und brachten Bochum mit tollen Aktionen ran. Als die Spielzeit ablief, hieß es erneut Gleichstand und die 2.Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In dieser ging es zunächst hin und her, bis bei den EN Baskets sich so langsam der Akku leerte. 6 Spieler der Gastgeber waren ausgefoult und die VfL SparkassenStars konnten den letzten entscheidenden Nadelstich setzen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Am Ende leuchtete ein 109:115 aus der Sicht der EN Baskets Schwelm auf dem Scoreboard auf.  „Nach der Leistung der Vorwoche, wollten alle unbedingt gewinnen und beweisen, dass sie es besser können. Ich denke, unsere Jungs haben sich hervorragend präsentiert und alles gegeben. Bei der hohen Foulbelastung war es eine Frage der Zeit, wann einem die Puste ausgeht. Wir können unseren Jungs nicht viel vorwerfen!“ so Assistant-Coach Singh nach der Partie. In der kommenden Woche treten die EN Baskets Schwelm bei den ART Giants Düsseldorf an. Dann möchten sie endlich den ersten Sieg des Jahres 2020 einfahren. Dank der Schützenhilfe der Konkurrenz, bleiben die EN Baskets Schwelm weiter an der Tabellenspitze der ProB Nord. EN Baskets Schwelm: Alexis 17, Ewald 6, Meyer-Tonndorf 2, Krume 3, Zahariev 23 (12 Rebounds), Khartchenkov 3, Fiorentino 9 (5 Rebounds), Knudsen 23, Scott 9 (6 Rebounds), Kudic 11, Mayr 3    







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