Voller Einsatz gegen den Tabellenführer!

Voller Einsatz gegen den Tabellenführer!

 

 

Es ist das Match gegen den Tabellenführer, es ist ein Westfalenderby, es ist das erste Heimspiel mit Interims – Coach Omar Rahim und es ist der Auftritt nach dem Auswärtscoup in Langen:

die EN Baskets Schwelm empfangen den Liga – Primus NOMA Iserlohn Kangaroos.

Nach einer 14 – 2 Bilanz im Verlauf der bisherigen Saison thronen die Iserlohner derzeit unangefochten an der Spitze des ProB  Süd – Tableaus.  Und das Team des – auch in Schwelm bestens bekannten –  Cheftrainers Matthias Grothe steht dort auch völlig zu Recht. Bislang gab es keine Phase des Schwächelns, alle Heimspiele wurden gewonnen und der Kader ist ausgeglichen stark und tief besetzt. Die Statistik weist die Iserlohner sowohl im Bereich Offense als auch in der Defense als Maß der Dinge aus. Am letzten Wochenende wurde der Play – Off – Kandidat BG Karlsruhe mit 89 – 60 abgefrühstückt. Gleich elf Spieler konnten sich dabei in die Scorerliste eintragen. Die Einschätzung von EN Baskets – Coach Omar Rahim kommt daher nicht von ungefähr: „Iserlohn hat das volle Paket. Sie bieten kompletten Basketball und spielen eine unangenehme und schnelle Defense.“

Neben den beiden Import – Akteuren Matt Kavanaugh und Orlan Jackman verfügen die „Kangaroos“ über eine ganze Reihe von interessanten, jungen Spielern. Gleich einige davon stehen als Doppellizenzler auch im Kader des BBL – Clubs Phoenix Hagen. Da aber die Feuervögel ebenfalls am Samstag (bei Bayern München) im Einsatz sind, bleibt die Frage offen, ob Akteure wie Niklas Geske, Fabian Bleck oder Jonas Grof in Schwelm oder in der bayrischen Landeshauptstadt auflaufen. Omar Rahim vermutet, dass zumindest Geske und Grof nicht in der Halle West dabei sein werden. „Iserlohn würde durch das Fehlen der Doppellizenz – Spieler aber nicht wirklich ungefährlicher. Bei der 63 – 75 Hinspiel – Niederlage haben wir gemerkt, wie stark diese Mannschaft in jeder Besetzung ist.“

Welches Rezept haben die EN Baskets gegen diesen Gegner? „Wir müssen selbst unglaublich intensiv spielen und weiter an den Dingen arbeiten, die bereits in Langen recht gut funktioniert haben,“ erklärt Coach Rahim. Bei den Langener „Giraffen“ hatten die Schwelmer dank eines überzeugenden 85 – 70 Auswärtserfolg den Negativtrend erst einmal gestoppt und wollen nun auch im heimischen „Wohnzimmer Hölle West“ den Erfolgsfaden weiter spinnen. Die Spieler um Kapitän Sebastian Schröter traten in Hessen wieder deutlich selbstbewusster auf und agierten mannschaftlich sehr geschlossen und mit viel Herz. Insbesondere beim Rebound ging man mit großer Intensität und Leidenschaft zur Sache. Beleg hierfür: alleine acht Rebounds des Shooting – Guards Jody Johnson. „Er ist in Langen richtig aufgeblüht, hat wieder Freude am Basketball erkennen lassen,“ erklärt Rahim. Namensvetter Chris Johnson brillierte – nach überstandender Verletzung –  als Scorer und hatte mit 27 Punkten maßgeblichen Anteil am Auswärtserfolg. Es hätte in Schwelm wohl niemand etwas dagegen, wenn der Kanadier am Samstag genau dort weiter macht. Ohnehin scheint insgesamt der Glaube an die eigene Qualität wieder ins Team zurückgekehrt zu sein. Ein Glaube, den einige Anhänger der EN Baskets in den letzten Wochen bereits ein wenig (mehr) verloren hatten.

Allerdings gewinnt man das Vertrauen der Fans und Sponsoren nicht mir nur einem einzigen guten Spiel zurück. Die Mannschaft muss weiterhin sehr aufmerksam bleiben, damit der Erfolg von Langen nicht zu einer Eintagsfliege verkommt. Am Montag trafen sich die EN Baskets nämlich zwecks mehrerer kurzer Testspiele mit dem Regionalligisten BG Hagen. Und die Vorstellung der Schwelmer Jungs in diesem Rahmen war leider alles andere als überzeugend. Insofern kann man sich absolut noch nicht sicher sein, ob die Blau – Gelben wirklich bereits verinnerlicht haben, welche Verantwortung und Bringschuld sie haben. Coach Rahim war zwar mächtig angefressen ob der Vorstellung in Hagen, glaubt aber unverändert an sein Team.

 „Die Jungs wollen unseren Fans gegen Iserlohn etwas bieten.  Wir müssen dafür aber vollen Einsatz zeigen,“ ist sich der Trainer sicher. Es wird also interessant zu beobachten sein, wie sich die Mannschaft nun – erstmals nach dem Trainerwechsel – vor heimischem Publikum präsentiert.

Ob Till von Guionneau dabei mitwirken kann, ist derzeit fraglich. Zur Zeit laboriert der Small Forward an einem Bluterguss im Knie, der bereits einen Einsatz in Langen unmöglich machte.

Nach den mageren Wochen vor dem Langen – Spiel und der sportlichen Durststrecke mit mäßigen Heimspielen, sollten die EN Baskets – Spieler sich vor dem Auftritt am Samstag in der Halle West vielleicht an ein Zitat des ehemaligen US – Präsidenten John F. Kennedy erinnern: „Das Wort Krise setzt sich im chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“

Das Spiel gegen den Tabellenführer:

EN Baskets Schwelm – NOMA Iserlohn

Samstag, 31.01.2015 – 19.30 Uhr – Sporthalle West (Holthausstrasse) in Schwelm     

 

 

 

(Bildquelle:www.basketball-royals.de)

 

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