Matchball Richtung Play-Offs!

Matchball Richtung Play-Offs!

Nur zwei Siege in den letzten neun Spielen, eine Bilanz von eins aus vier seit dem Trainerwechsel Morzuch zu Rahim – bei den EN Baskets Schwelm ist irgendwie der Wurm drin, zumindest ergebnistechnisch. Und dennoch: am Samstag (21.02.2015) hat man den ersten Matchball, um das Saisonziel „Erreichen der Play – Offs“ zu realisieren. Um 19.30 Uhr ist die TG Würzburg in der Sporthalle West zu Gast und sollten die Blau – Gelben diese Partie für sich entscheiden können, ist der Play – Off – Platz endgültig sicher.
Diese Konstellation sollte eigentlich alle Beteiligten bis in die Haarspitzen motivieren. Jeder Sportler weiß: solche Spiele sind das Salz in der Suppe einer jeden Saison. Viermal zehn Minuten Vollgas und gewinnen – und man hat konkret etwas in der Hand. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, dass der Gegner aus Würzburg derzeit vor den EN Baskets in der Tabelle rangiert. Die letzten Ergebnisse in der 2. Bundesliga ProB Süd haben wieder einmal aufgezeigt, dass in dieser Spielzeit die Leistungsdichte der teilnehmenden Mannschaften extrem hoch ist. Jeder kann jeden schlagen.
Das musste auch das Team von Head – Coach Sören Zimmermann am vergangenen Wochenende erleben, als es eine unerwartet deutliche Heimniederlage gegen die Weißenhorn Youngstars kassierte. 62 – 93 stand es letztlich, wobei John Florveus (13), Cornelius Höpfner (12) und Sebastian Lenke (11) immerhin zweistellig punkten konnten. US – Boy Donovan Morris nahm aus internen Gründen nicht am Spiel teil, wird aber wohl in Schwelm dabei sein.
Die EN Baskets müssen in dieser Woche ihre Niederlage beim TV Lich verdauen. In Hessen hatte man lange Zeit geführt, das Match aber nicht nach Hause bringen können. Dabei traten nicht nur Schwächen im taktischen Bereich zu Tage, sondern Coach Omar Rahim bemängelte im Anschluss an die Begegnung auch die Einstellung seiner Schützlinge. Hier muss wohl zu allererst der Hebel angesetzt werden, wenn gegen die Würzburger (19 Spiele / 11 Siege) ein Erfolg her soll. Doch auch im taktischen Bereich will Coach Rahim in dieser Woche mit dem Team arbeiten. „Unsere Verteidigung muss besser werden. Wir haben in diesem Segment in Lich zu viele einfache Fehler gemacht. Aber ich merke bereits jetzt, dass die Jungs das verstanden haben und unbedingt gewillt sind, diese Fehler abzustellen.“
Es besteht also durchaus Anlass zum Optimismus. Immerhin spielen die Korbjäger um Kapitän Sebastian Schröter am Samstag in ihrem Wohnzimmer, der „Hölle West“. Und der letzte Auftritt dort begeisterte alle Anwesenden. Zwar unterlag man dem Spitzenreiter NOMA Iserlohn letztlich nach Verlängerung – aber von mangelnder Einstellung war dort überhaupt nichts zu sehen. Nicht zum ersten Mal in den letzten Jahren hatten die lautstarken und enthusiastischen Fans der Schwelmer ihr Team bis über die Schmerzgrenze hinaus gepusht und angetrieben. Auf diesen Effekt hofft Coach Omar Rahim auch an diesem Samstag. „Unsere Fans sind unser sechster Mann. Die Mannschaft braucht in der momentanen Situation ihre Unterstützung mehr denn je – und ich bin sicher, dass sie diese auch bekommen wird.“ Rahim rechnet zudem damit, dass die zuletzt fehlenden Spieler der TG Würzburg am Samstag alle wieder dabei sein werden – und sieht diesem Umstand sogar durchaus positiv. „Bei Lich hat am vergangenen Wochenende ein wichtiger Spieler gefehlt und dann ist ein anderer plötzlich heiß gelaufen. Ich erwarte Würzburg mit voller Kapelle, das wäre für uns kein Nachteil.“
Es ist zu wünschen, dass die EN Baskets mit Hilfe des Fan – Supports den Faden aus dem Iserlohn – Spiel wieder aufnehmen können. Letztlich hat der geneigte Beobachter ja durchaus in dieser Saison schon erkennen können, dass die Mannschaft definitiv gegen die Top – Teams der Liga konkurrenzfähig ist. Nicht nur einmal haben Matthias Perl, Max Kramer oder Leo Padberg aufgezeigt, dass sie das Talent und den Willen haben, in dieser Pro B mehr als nur ihre Duftmarken zu setzen. Und der Frontcourt mit Sebastian Schröter (Double-Double in Lich), Julius Dücker, Max Massing und Lukas Erdhütter hat mehr als nur einmal mit Einsatz, Reboundqualitäten und Abschlussstärke begeistert. Hinzu kommen die zwei Nordamerikaner Chris und Jody Johnson, die sich auch beide nicht zu schade für die „Drecksarbeit“ auf dem Parkett sind, sei es beim Offensiv – Rebound oder in der Defense. „Wir werden uns am Samstag anders präsentieren als noch in Lich,“ ist sich Omar Rahim sicher. „Wir wollen unbedingt in die Play – Offs – und zwar aus eigener Kraft. Wir brauchen dieses Erfolgserlebnis und wir werden alles dafür tun, um nach einem Spiel mal wieder ein richtig gutes Gefühl zu haben.“

2. Bundesliga ProB Süd:
EN Baskets Schwelm – TG Würzburg Baskets Akademie
21.02.2015 – 19.30 Uhr – Sporthalle West in Schwelm (Holthausstrasse)

Pressemitteilung: EN Baskets Schwelm

(Bildquelle: www.mainpost.de)

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