EN Baskets Schwelm zeigen Kampfspiel mit Happy End!

EN Baskets Schwelm zeigen Kampfspiel mit Happy End!

EN Baskets Schwelm – Telekom Baskets Bonn 2 (24.30) 72:65

Über 1000 Zuschauer fanden am Samstagabend in den Baskets Dome und sahen ein nicht unbedingt ansprechendes, aber spannendes Spiel der EN Baskets Schwelm gegen die Telekom Baskets Bonn 2. Schwelms Coach Falk Möller schickte zunächst Boyce, Mikutis, Perl, Erdhütter und Jasinski auf den Platz. Die Gäste mussten hingegen auf drei Stammkräfte verzichten, die entweder zeitgleich mit dem Bundesligakader in Tübingen aufliefen oder beim Kooperationspartner Rhöndorf in der ProB mitwirkten. Aber von Schwäche war bei den Gästen kaum etwas zu bemerken. Couragiert gingen die jungen Bonner von Anfang an zu Werke und sorgten für schnelle und clevere Angriffszüge, die sie erfolgreich abschlossen.

Die EN Baskets mühten sich, ließen aber ihr sonst sicheres Offensivspiel vermissen. Defensiv konnten sie ihre Gegner zur Schlussirene des 1.Viertels auf 17 Punkte halten. Ihnen selbst gelangen aber nur 14 Zähler. Die jungen Telekom Baskets Bonn 2 waren bis dahin das bessere Team.

Auch im 2.Viertel kam zum verkrampften Agieren in der Offensive der EN Baskets ein wenig Nervosität auf. Die Blau-Gelben leisteten sich eine Vielzahl an Flüchtigkeitsfehlern und schafften es nicht an die Telekom-Nachwuchskräfte heran zu kommen. Diese mussten wiederum den Ausfall ihres Amerikaners Anye Turner kompensieren und taten dieses mit Entschlossenheit und Athletik. Die Schwelmer suchten auch in diesem Abschnitt nach dem Schlüssel zur Partie, fanden diesen aber im Angriff nicht. Defensiv wurde gekämpft und die Telekom Baskets 2 bis zur Halbzeitpause auf 30 Punkte gehalten. Folgerichtig gingen die EN Baskets bei diesem Low-Scoring-Game dennoch mit einem Rückstand in die Kabine und zur Halbzeitbesprechung. Nur 24 Punkte erzielten die Schwelmer in der 1.Hälfte, was dem Anspruch eines Spitzenreiters der 1.Regionalliga keinesfalls entsprach.

Nach der Pause ging das hart umkämpfte Spiel dann weiter. Jetzt kam auch Schwelms angeschlagener Kapitän Tofer Speier zum Einsatz. Die Telekom Baskets spulten aber auch jetzt wieder ihr Programm runter und stellten die EN Baskets häufig vor Schwierigkeiten. Erst als Routinier Sebastian Schröter immer wieder bei Korbabschlüssen gefoult wurde und sein Team mit verwandelten Freiwürfen nach vorne brachte, schien der berühmte Knoten bei der Heimmannschaft geplatzt zu sein. Doch noch wollten sich die Gäste nicht ergeben und zeigten intelligente Angriffe, die sie hochprozentig abschlossen. Die Offensive der EN Baskets funktionierte zwar noch nicht ganz reibungslos. Aber eine kämpferische Einstellung konnte man der Heimmannschaft nicht absprechen.  Die EN Baskets packten sich eine Menge Offensivrebounds nach Fehlwürfen und kamen teilweise zu  zweiten oder dritten Chancen. Zum Ende des vorletzten Viertels waren die Schwelmer wieder auf Schlagdistanz. Für eine Führung reichte es aber noch nicht.

Erst in den letzten 10 Minuten hatten die EN Baskets endlich einen kleinen Lauf. Der erfahrene Konrad Tota und Andrius Mikutis sorgten für 8 Punkte in Serie und den vorentscheidenden Vorsprung für ihr Team. Drei Ballgewinne von Mathias Perl und Punkte von Boyce, Pinchuk, und am Ende wieder Perl und Tota brachten den hart umkämpften Sieg für die EN Baskets Schwelm. Bei der anschließenden Pressekonferenz sagte Schwelms Coach Möller: „Als ich vor dem Spiel erfuhr, welche Telekom-Akteure nicht dabei waren, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Das ist nicht immer von Vorteil, wenn man den Gegner dann nicht richtig einschätzen kann. Ich denke, dass Bonn tatsächlich die Substanz und die Luft am Ende fehlte, um zu gewinnen. Uns spielte der Ausfall von Turner in die Karten, allerdings konnten wir diesen Umstand nicht unmittelbar ausnutzen. Am Ende waren wir beim Rebound stärker, was für den Erfolg sehr wichtig war.“

Da die BG Hagen überraschend bei der BBG Herford verlor, konnten die EN Baskets Schwelm mit dem Sieg gegen die Telekom Bonn ihre Distanz zum Zweitplatzierten etwas ausbauen. Am kommenden Samstag geht es für die EN Baskets mit der Auswärtspartie bei den Hertener Löwen weiter, die sich vor allem auf heimischen Boden sehr stark präsentieren.

EN Baskets Schwelm: Boyce 15, Mikutis 13 (16 Rebounds), Ewald, Perl 7 (7 Steals), Krieger dnp, Meyer-Tonndorf, Schröter 11, Erdhütter 2, Pinchuk 7, Jasinski 2, Tota 11 (10 Rebounds), Speier 4

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