EN Baskets brechen in der Overtime ein!

EN Baskets brechen in der Overtime ein!

Hertener Löwen – EN Baskets Schwelm (36:35, 83:83) 99:87 n.V.

Die zweite Begegnung innerhalb einer Woche mit den Hertener Löwen, haben sich die EN Baskets Schwelm sicherlich anders vorgestellt. Nachdem die Blau-Gelben in der Vorwoche vor allem eine überzeugende 2.Hälfte spielten und zum Ende des Spiels dominant und clever agierten, war von diesen Eigenschaften in den letzten Momenten der heutigen Partie gegen die Löwen nichts zu spüren.
Dabei ging es in der regulären Spielzeit gar nicht schlecht los. Mannschaftsdienliches Spiel sorgte im 1.Viertel für einfache Punkte auf Schwelmer Seite. Dabei überraschte Dominik Turudic, der mit starken Aktionen zum Brett zu erfolgreichen Korbabschlüssen kam. Auch Domonique Crawford wusste zu gefallen, scorte in Korbnähe oder auch aus der Distanz, wurde aber im Verlauf der Begegnung von seinen Mitstreitern dann phasenweise nicht bemerkt. Die Baskets erarbeiteten sich zunächst einen 7-Punkte-Vorsprung, gaben diesen aber ab, da sie in der Verteidigung unkonzentriert agierten und zwei Herten-Dreier von Felix Neumann und dem überragenden Deandre Landsdowne kassierten.
Mit den beiden erfolgreichen Distanzwürfen waren die Löwen wieder in der Partie und zeigten sich wesentlich entschlossener. Die EN Baskets konnten im 2.Viertel wieder enteilen, ließen aber immer Punkte aus der Nahdistanz zu, weil auch nun taktische Vorgaben von Trainer Radomirovic nicht umgesetzt werden konnten. Und es war auch nicht überraschend, dass die Heimmannschaft am Ende der ersten 20 Minuten mit 36:35 führte.
Die Halbzeitansprache des Schwelmer Coaches war eindeutig. Vorgaben an die Spieler wurden klar kommuniziert, kamen aber offensichtlich nicht bei den Akteuren auf dem Platz an. Denn Herten netzte mehrfach erfolgreich aus Korbnähe ein und ging zwei Minuten vor dem Ende des 3. Abschnitts durch Justin Dennis mit 57:49 nach vorne. Die anschließende Aufholjagd der EN Baskets und eine erneute Führung, folgte dann fünf Minuten vor Ende der Partie. Doch wieder verloren die Baskets ihre spielerische Linie und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der zum Ende der regulären Spielzeit in eine Verlängerung mündete.
Kopflos, hektisch und undiszipliniert zeigten sich die Mannen von Pure Radomirovic in der Extrazeit und erlaubten den Hertener Löwen zu schalten und zu walten, wie sie wollten. Offensiv bekamen sie kein Bein mehr auf dem Boden und überließen das Spiel der Heimmannschaft. „Eine völlig unnötige Niederlage, die mich wahnsinnig ärgert, weil sie zu vermeiden war!“ sagte Baskets-Trainer Pure Radomirovic und fügte hinzu: „Es gab klare Vorgaben, wie wir gegen Herten spielen wollten. Meine Spieler haben diese nicht umsetzen können!“
Auch EN Baskets-Geschäftsführer Omar Rahim fand deutliche Worte: „Hoch geflogen und tief gefallen, würde ich sagen. Die Jungs haben sich im Laufe der Woche sehr unkonzentriert beim Training gezeigt und haben das Resultat dafür heute erhalten. Wenn der Gegner den Sieg mehr will als wir, dann stimmt etwas nicht! Turudic und Crawford haben gut gespielt. Der Rest hat nicht das abgerufen, was er abrufen mußte. Wir haben eine sehr unkonstante bis schlechte Leistung am Ende gezeigt und ich habe Verständnis für die Verärgerung der mitgefahrenen Zuschauer, die uns lautstark unterstützt haben. Es wird sich einiges in der nächsten Zeit ändern müssen. Da werden wir aktiv werden und auch über Kaderveränderungen sprechen.“

Für die EN Baskets Schwelm spielten: Crawford 22 (10Rebounds), Novak 6, Perl 8, Brückmann 2, Padberg, Schröter 7, Erdhütter 2, Henningsen 20, Raß 11, Turudic 9

 

(Bildquelle: Recklinghäuser Zeitung)

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